
Für die Messung mit RAMSES benötigen Sie nur einen PC mit Soundkarte, ein Mikrofon (möglichst mit Kugelcharakteristik) und einen (!) Lautsprecher. Am Ende erhalten Sie eine Auswertung der Nachhallzeit (RT60) in Terzbändern, sowie einen Verbesserungsvorschlag mit VATTER-Produkten. Der Messung selbst ist weitgehend automatisiert, Sie sollten jedoch zunächst beim Messaufbau einige Regeln befolgen:
1. Der PC: Ihr PC oder Laptop sollte folgende Mindest-Anforderungen erfüllen:
Das Mikrofon wird am MIC-In und der Lautsprecher am Line-Out der Soundkarte angeschlossen.
2. Das Mikrofon: Das bearbeitete Frequenzspektrum liegt zwischen 40Hz und 8kHz. Daher sollte auch das Mikrofon in der Lage sein, dieses Frequenzband mit einer möglichst gut definierten kugelförmigen Richtcharakteristik aufzunehmen (es ist wichtig, den Raum aus allen Richtungen zu erfassen).
In der Regel sind Studiomikrofone dafür gut geeignet. Mit Hifi- (Knopf-)Mikros kann es Probleme geben, da diese vor allem im Hochtonbereich häufig stark gerichtet funktionieren und daher auch die Raumantwort entsprechend richtungsabhängig aufnehmen.
3. Der Lautsprecher: Die Messung sollte immer nur mit 1 Lautsprecher (mono) erfolgen! Messen Sie niemals mit 2 Lautsprechern, da Ramses nicht erkennen kann, was eine Reflexion oder eine direkte Schallwelle vom Lautsprecher ist.
Der Speaker sollte in der Lage sein, den für die Messung relevanten Frequenzbereich mit möglichst gutem Dynamikumfang zu übertragen. Die Anregung erfolgt mittels Gleitsinus, daher ist der Rauschabstand in der Regel sehr gut. Sie können jedoch auch Ramses das Setup automatisch überprüfen lassen (siehe Menü "Settings/Soundsetup").
Es ist unwesentlich, ob der bei der Messung verwendete Lautsprecher mit dem im Endausbau verwendeten Typen identisch ist, solange das Frequenzspektrum bei beiden annähernd übereinstimmt (messen Sie z.B. nicht mit Computerlautsprechern ein, wenn Sie später eine professionelle Abhöre verwenden wollen). Befindet sich der Raum noch im Rohbau, dann stellen Sie den Lautsprecher am besten in eine Ecke auf den Boden, da dort die Bässe im Raum am besten angeregt werden (s. Skizze).